Weidetierhalter sind Partner des Naturschutzes
Konsequenter Herdenschutz kostet - Politik ist gefordert
Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ist ein hoch emotionales und dementsprechend viel diskutiertes Thema. Brandenburg ist eines der wolfreichsten Bundesländer. Für das Wolfsjahr 2023/2024 wurden in Brandenburg 58 Rudel, 8 Paare und zwei Einzeltiere nachgewiesen. Es zeigt sich aber, dass konsequenter Herdenschutz nach den Vorgaben des Landesamtes für Umwelt Brandenburg wirkt. "Nachdem die Anzahl der Übergriffe auf Nutztiere in den ersten Jahren seit der Rückkehr des Wolfes nach Brandenburg kontinuierlich zunahm, ist seit dem Jahr 2022 ein Rückgang der Übergriffe auf Weidetiere zu erkennen. Die dennoch anhaltenden Nutztierrisse erklären sich hauptsächlich durch noch immer nicht flächendeckend umgesetzte Herdenschutzmaßnahmen, insbesondere auch in den Gebieten, in denen es schon lange Wölfe gibt," schreibt das LfU auf seiner Internetseite.
Aber der Schutz der Herden verursacht Aufwand und Kosten. Die Zäune müssen nicht nur gestellt, sondern ständig kontrolliert und von Bewuchs freigehalten werden. Das ist ein Mehraufwand, denn die Schafhalter nicht allein tragen können. Die Politik muss dafür sorgen, dass der Herdenschutz vollumfänglich und unbürokratisch finanziert wird.
Die extensive Weidewirtschaft erhält struktur- und artenreiche Wiesen, Hotspots der Biodiversität.
Brandenburger Schäfer im Profil:
Wir hatten eine Menge Fragen zu ihrem Beruf – und die Schäfer haben uns detailliert geantwortet. Aber lesen Sie selbst! (einfach auf das entsprechende Profilbild klicken)
