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FAQ - Wölfe in Brandenburg

Zahlen, Fakten, Antworten zum Wolf

Seit 2007 ist der Wolf in Brandenburg wieder Bestandteil unserer Ökosysteme. Immer wieder kommen Fragen rund um den Umgang mit ihm auf. Die wichtigsten Antworten gibt's hier!

Wolf - Foto: Christoph Bosch

Wolf - Foto: Christoph Bosch

wissenschaftlicher Name: Canis lupus
Größe: bis zu 195 cm (Kopf bis Schwanz), Wideristhöhe 60 - 90 cm
Lebensraum: große, zusammenhängende Waldgebiete und Offenlandflächen
Nahrung: 3-4 kg Fleisch pro Tier pro Tag (Paarhufer und Kleinsäuger)
Schutz: nach BArtSchV und FFH-Richtlinie (Anhang II & IV): streng geschützt


Brandenburg ist eines der wolfstärksten Bundesländer Deutschlands. Inzwischen gibt es 68 bestätigte Territorien für das Wolfsjahr 2023/2024. In einer Anhörung im Landtagsausschuss für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz am 2. Juli 2025 quantifizierten Wildbiologinnen und Wolfsexperten den Bestand in Brandenburg auf 600 bis 700 Tiere.

Seit 2007 ist der Wolf wieder Bestandteil der märkischen Fauna. Seit jeher vermag kaum ein anderes Tier so viele gemischte Reaktionen bei den Menschen hervorzurufen wie er.

Als natürlicher Top-Prädator unserer Ökosysteme nimmt der Wolf die Rolle als Großraubtier ein und bringt eine Reihe Ökosystemdienstleistungen mit sich. Auch in einer vom Menschen geprägten Landschaft sollte er daher akzeptiert werden. Ein stetiger Lernprozess im Umgang mit dem Wolf und seinem Management ist für ein Zusammenleben von Mensch und Wolf unabdingbar. Sowohl Befürworter als auch Gegner müssen sich darauf einlassen. Ein paar der gängigen Vorurteile und die wichtigsten Fragen hat der NABU Brandenburg in diesem FAQ aufgegriffen und beantwortet.


Wölfe in unserer Kulturlandschaft


Wozu ist der Wolf eigentlich nützlich?

Der Wolf sorgt für „Hygiene im Wald“. Alles was schwach und krank ist, frisst er. Das machte sich z.B. bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bemerkbar. Frisst ein Wolf ein infiziertes Schwein, ist er aber weder potentieller Krankheitsüberträger, noch bekommt er die Krankheit selbst. Auch seine Losung ist frei von ASP-Viren.

Darüber hinaus trägt der Wolf zum natürlichen Waldumbau bei, in dem er beispielsweise Verbissschäden durch Rehwild am aufkommenden Jungwuchs minimiert – und das kostenlos!

Rottet der Wolf unsere Wildbestände aus?

Die Rückkehr der Wölfe verändert das Verhalten jagdbarer Arten. Es muss sich erst einmal an den neuen Feind gewöhnen. Jägerschaft und Wolf sind die Top-Prädatoren unserer Kulturlandschaft. Wo der Wolf lebt, müssen die Jagdausübenden also flexibler, wachsamer und geduldiger sein.

Es stimmt nicht, dass der Wolf wildlebende Tiere ausrottet. Da der Wolf vornehmlich schwache und kranke Tiere frisst, sind die Wildbestände tendenziell gesünder. Da wir zu hohe Rehwildbestände haben, ist eine Reduzierung durch den Wolf aus Naturschutzgründen zu begrüßen, denn so kann die natürliche Verjüngung unserer Wälder besser stattfinden.

Der Wolf hilft uns also kostenlos beim Waldumbau und der Hygiene im Wald.

Sollten Wölfe geschossen werden, um Risse von Weidetieren zu minimieren?

Mehrere Studien ergaben, dass sich die Risszahlen mit der Einzelentnahme von Wölfen sogar erhöhen. Wird ein Alttier getötet, zerstört das die Familienstruktur im Wolfsrudel. Die zurückgebliebenen unerfahrenen Jungtiere sind bei der Jagd auf Wild noch ungeübt und suchen sich dann leichte Beute wie beispielsweise ungeschützte Weidetiere. 

  • Wusstest Du, dass 66 % der 2023 in Brandenburg gerissenen Weidetiere nicht durch wolfsabweisende Herdenschutzmaßnahmen geschützt waren? Mehr Infos hier.

Müssen wir Wölfe schießen, damit sie die Scheu vor den Menschen nicht verlieren?

Das ist ein Irrglaube. Wölfe verlieren ihre Scheu, wenn sie unbewusst oder bewusst angefüttert werden. Beispielsweise durch Futterstellen für Haustiere oder Essensresten auf dem Kompost. Außerdem: ein toter Wolf kann nicht mehr dazulernen. Auch können Wölfe aufgrund der hohen Schussentfernung keinen Zusammenhang zum Menschen herstellen. Ein Abschießen zum Verlust der Scheu ist nicht dienlich.

Herdenschutz vor Wolfsabschuss!

Ohne wolfsabweisenden Herdenschutz bringt ein erleichterter Wolfsabschuss nicht viel. Selbst nach über 15 Jahren Wolfsvorkommen in Brandenburg sind viele Weidetiere immer noch unzureichend geschützt. So fanden laut Rissgutachten von 2023 zwei von drei Wolfsangriffen auf ungeschützte Tiere statt.

Vor allem bei der Hobbytierhaltung muss nun auch der Herdenschutz verbessert werden. Der NABU Brandenburg setzt sich dafür ein, dass Herdenschutzmaßnahmen weiterhin vom Land gefördert werden – auch für Hobbytierhalter*innen.

Sollte der Wolf ins Jagdgesetz aufgenommen werden?

Kommt der Wolf ins Jagdgesetz, wäre er vorerst mit einer ganzjährigen Schonzeit versehen. Sprich, er dürfte sowieso nicht bejagt werden. Die Aufnahme ins Jagdgesetz stellt jedoch den Türöffner dar, ab diesem Zeitpunkt leichter eine Jagdzeit festlegen zu können, wofür lediglich ein Beschluss des amtierenden Umweltministers notwendig wäre. Diese Strategie, den Abschuss doch irgendwann zu ermöglichen, wird besonders dann bedeutsam, wenn die Diskussionen auf EU-Ebene über eine Senkung des Schutzstatus des Wolfs weiter voranschreiten.

Kann es irgendwann zu viele Wölfe geben?

Nein. Der Wolf ist eine territoriale Art. D.h. die Reviergröße ist vom Nahrungsangebot abhängig, wodurch sich die Wolfsbestände selbstständig regulieren. Selbstständig werdende Jungwölfe müssen sich Partner und freie Territorien suchen und dafür mitunter lange Wege zurücklegen (z.B. über 1000 km).

Wolf & Mensch


Warum gibt es wieder so viele Wölfe?

Der Wolf ist in unseren Breiten eine heimische Tierart und wurde lange Zeit soweit bejagt, bis er ausgerottet war. Erst seitdem er in Polen und Deutschland unter Schutz gestellt wurde (Anfang der 1990er Jahre), konnte er sich wieder auf natürliche Weise ausbreiten Der Wolf ist also ein Rückkehrer. Eine gezielte Wiederansiedlung durch den Menschen fand nicht statt.

Müssen wir Angst vor Wolfsangriffen haben?

Gerade beim Wolf sitzt die Angst der Menschen sehr tief und reicht weit in unsere Geschichte zurück. Doch die ist unbegründet: seit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland sind keine Menschen durch den Wolf verletzt oder getötet worden, wie die NINA-Studie aus 2002 belegt. Wie Statistiken beweisen, geht eine größere Gefahr für den Menschen von Hunden oder Wildschweinen aus.

Daher: Respekt vor dem Wolf – JA! Angst vor dem Wolf – NEIN!

Wie verhalte ich mich, wenn ich einen Wolf sehe?

Meistens bekommt der Wolf den Menschen zuerst mit, versteckt oder verzieht sich. Kommt es dennoch zu einer Wolfsbegegnung, sollte man zuerst laut rufen. Lässt er sich allein dadurch nicht vertreiben, kann mit einem Stock oder Stein nach dem Tier geworfen werfen.

Seinen Hund sollte man anleinen. Laut Brandenburger Waldgebesetz herrscht in Wäldern sowieso Leinenpflicht. Ist z. B. eine Hündin läufig, kann dies das Interesse eines Wolfes wecken.

Generell können sich Wolf und Hund als potentielle Partner oder aber Konkurrenten sehen. So können beispielsweise (Jagd-)Hunde und Wölfe beim Verteidigen der erlegten Beute aneinandergeraten.

Mehr Infos zum Umgang gibt es in der Broschüre des Umweltministeriums.

Können Wölfe Krankheiten übertragen?

Wie alle Wildtiere können auch Wölfe Krankheiten haben und übertragen. Die meisten Krankheiten, wie z.B. auch die Räude, brauchen zur Übertragung den direkten Körperkontakt. Unsere Hunde sind gegen viele dieser Krankheiten geimpft. Wildtiere sind Überträger vieler Krankheiten. Deshalb gilt: nur gucken, nicht anfassen!

Hinweis: Nach dem Brandenburger Waldgesetz herrscht in Wäldern ausnahmslose Leinenpflicht für Hunde.

Was ist, wenn der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen wird?

Trotz der Herabstufung des Schutzstatus für den Wolf auf Europäischer Ebene bleibt der Wolf eine „Art von gemeinschaftlichem Interesse“. Damit ist auch weiterhin ein günstiger Erhaltungszustand zu erreichen und zu dokumentieren. Wenn die Bejagung des Wolfes als Managementmaßnahme eingeführt wird, muss auch regelmäßig nachgewiesen werden, dass diese den günstigen Erhaltungszustand nicht gefährdet. Dies ist aus Sicht des Naturschutzes bei Einführung einer Quotenjagd kaum umsetzbar.

Außerdem warnt der NABU Brandenburg davor, den Abschuss von Wölfen in die Hand der Jagdausübungsberechtigten zu legen. Damit wären notwendige Entnahmen von „Problemwölfen“ sehr stark von Zeit, Willen und Können des jeweiligen Jagdpächters abhängig und könnten kaum schnell und gezielt erfolgen.

Durch Managementpläne und Wolfsverordnungen wurden bereits gute, rechtssichere und praktikable Instrumente entwickelt, um Nutztierhalter im Umgang mit dem Wolf zu unterstützen. Diese gilt es effizient umzusetzen, statt einen neuen Rechtsrahmen zu schaffen, in dem u.a. auch die notwenige Finanzierung für Herdenschutz und Entschädigungen bei Wolfsrissen neu zu überdenken ist.


  • Heulende Wölfe - Foto: Christoph Bosch

  • Italienische Wölfe (Canis lupus italicus) - Foto: Bruno D‘Amicis

  • Junge Wölfin - Foto: NABU/Michael Hamann

  • Wolf auf dem Truppenübungsplatz Munster Nord - Foto: Jürgen Borris

  • Wolf auf dem Truppenübungsplatz Munster Nord - Foto: Jürgen Borris

  • Wolf hinter Birken - Foto: NABU/Heiko Anders

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Eichhörnchen - Foto: Frank Derer

LFA Säugetierkunde

Die Aktiven im LFA Säugetierkunde helfen, gefährdete Säugetiere wie Fischotter oder Biber zu erfassen und deren Bestände zu überwachen.

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Schafsherde auf der Münsinger Alb - Foto: Helge May

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