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Besondere Auszeichnungen für Gisela Ziehm
„Mit der NABU-Ehrennadel in Gold werden Mitglieder ausgezeichnet, deren vorbildliches Engagement um die Ziele und Aufgaben des NABU in besonderer Weise der Anerkennung verdient. Das ist u.a. bei einer mindestens fünfzehnjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit auf örtlichen und überörtlichen Gliederungsebenen der Fall.“
Aus: Richtlinie zur Anerkennung des ehrenamtlichen und fördernden Engagements im NABU
(NABU-Ehrenordnung, Beschlussfassung vom 11.09.2020) vom NABU-Bundesverband
Ehrung Gisela Ziehm am 5. Juni durch Björn Ellner
Gut Sonnenburg in Altranft, Veranstaltungsort der Jahresmitgliederversammlung des NABU-Regionalverbands Oberbarnim am 5.6. - Foto: Evelyn Faust
Zum NABU gekommen ist Gisela vor über 30 Jahren durch ihr Engagement im Baum- und Alleenschutz, der ihr heute noch ein Herzensthema ist. Ohne Ehrenamtliche wie Gisela Ziehm wäre die Naturschutzarbeit in Brandenburg undenkbar. Dafür möchten wir ihr heute eine besondere Auszeichnung verleihen…
Sie war 15 Jahre lang Vorsitzende des NABU-Regionalverbandes Oberbarnim, und hat auch danach die Vorstandsarbeit als Stellvertreterin wesentlich geprägt. Dabei hat sie immer deutlich ihre Meinung vertreten, oft sehr hartnäckig – und obwohl sie sich gern zur Ruhe setzen würde, auf jeden Fall aber Verantwortung abgeben möchte, wird sie die Arbeit des neuen Vorstands künftig noch als Beisitzerin begleiten.
Geprägt hat sie den Naturschutz in der Region durch ihren unermüdlichen Einsatz gegen Gentechnik in der Landwirtschaft und Streusalz auf den Straßen im Winterdienst, den Kampf um den Erhalt von Alleen und jeden einzelnen Baum, bei dem Unheil angerichtet wird – sei es durch Fällung oder Verstümmelung. Sie ist gut vernetzt und jedes Mal vorstellig bei den entsprechenden Behörden, oft erfolgreich – manchmal aber auch zu spät oder nicht erreichbar, was sie aber nicht entmutigt, weiterzumachen.
Viele Jahre war sie als NABU-Vorsitzende auch im Vorstand des Vereins „Haus der Naturpflege“ tätig, der das Erbe der Kretschmanns bewahrt und überregional als Umweltbildungsstätte bekannt ist.
Ein besonderer Verdienst war die Wiedereröffnung und der Betrieb des Storchenmuseums in Rathsdorf-Altgaul, den Gisela organisiert hat. Zwar musste der NABU aus Kapazitätsgründen den Betrieb erst in die Hände des Hauses der Naturpflege, später in die der Stadt Wriezen übergeben – jedoch bleibt der Betrieb weiterhin gewährleistet und die Ausstellung wird nach wie vor von einem engagierten NABU-Mitglied, Manfred Kleße, betreut.
Ihren alten Weggefährten im NABU Oberbarnim wie Manfred, Hannelore Kretke, Lothar Grewe und Artur Reinke – um nur einige zu nennen – war sie lange Jahre verbunden und hält weiterhin Kontakt.
Nicht nur für ihr Engagement im Naturschutz, sondern auch in der Telefonseelsorge, erhielt Gisela am 16.01.2014 von Ministerpräsident Woidke der Bundesverdienstorden.
Über Gisela Ziehm
Als Artenschützerin und passionierte Gärtnerin setzt sie sich für Blühwiesen ein, und in ihrem wunderschönen Bauerngarten kann sie ihre praktischen Erfahrungen mit naturfreundlichem Gärtnern an Interessierte weitergeben – bei ihr kann man stets übrige Pflanzen oder Tipps, und oft auch ein offenes Ohr bei anderen Themen, erhalten. Auch politisch hat sie einen offenen Blick – und ermuntert des Öfteren, zu allen möglichen umweltrelevanten Themen doch auch mal Leserbriefe zu schreiben oder sich weitergehend zu engagieren – sei es zu den Gusower Eichen, mit der BI „Pro Wald Hohensaaten“ oder eben zum Thema „Streusalz“…
