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Wiesenweihen helfen

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  • Männchen der Wiesenweihe - Foto: Thomas Weber

Bestand der Wiesenweihe (Circus pygargus) in Brandenburg

Der Bestand der Wiesenweihe ist stark anhängig von dem jeweiligen Feldmausjahr und dem Bruterfolg. Denn als Bodenbrüter hat es die Weihe auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ohne Schutzmaßnahmen besonders schwer. Prädatoren wie Wildschwein, Waschbär, Hauskatzen u.v.m. bedrohen Gelege und Jungvögel.

1970 gabe es in Brandenburg noch etwa 50 Brutpaare. Danach war ein starker Rückgang zu verzeichnen. 1996 konnten erstmals keine Bruten mehr nachgewiesen werden. Erfreulicherweise haben wir heute durch intensive Schutzmaßnahmen wieder zwischen 44 und 49 Brutpaare. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Naturschutz erfolgreich sein kann. Dennoch ist die Art noch nicht übern Berg und weiterhin vom Aussterben bedroht.


Schutz der Wiesenweihe

Die Wiesenweihe wird nur dann überleben können, wenn die Anstrengungen zu ihrem Schutz fortgesetzt und verstärkt werden.
Entscheidend für den Bruterfolg ist der Schutz der Nester durch Zaunsicherung (2 Meter x 2 Meter) vor Prädatoren wie Wildschweinen und Hauskatzen und dem Schutz der Jungvögel vor einem Tod unter dem Mähdrescher. Ohne diesen Zaunschutz würden nur sehr wenige Wiesenweihen flügge werden. Ist ein Schutzzaun vorhanden und wird die umgebende Fläche bei der Ernte ausgespart, fliegen durchschnittlich mehr als 2 Junge pro Brutpaar erfolgreich aus. Genau diesen Bruterfolg braucht man für die Erhaltung der Weihenpopulation.


Wiesenweihenschutz konkret … und aufwändig

Um ein Nest zu schützen, arbeiten Naturschützende viele Stunden, Tage und Wochen ehrenamtlich. Sie tun alles für den Erhalt einer faszinierenden Vogelart, die durch ihre Flugspiele bei der Balz und ihrem grazilen, leicht gaukelnden Flug beeindruckt.



Hier ein Überblick, was es zu beachten, finanzieren und umzusetzen gilt:

  • Ein Zaun kostet ca. 200 Euro (Material kaufen, Zäune an- und abtransportieren, Zäune auf- und abbauen)
  • Um den Zaun herum wird eine Fläche von 50m x 50m mit Stangen markiert, damit es in diesem sensiblen Bereich ums Nest zu keiner Mahd kommt.
  • Diese Maßnahmen müssen mit den Landwirten vor Ort abgesprochen werden, die für diese Einschränkung 250 Euro je Brut von der Staatlichen Vogelschutzwarte erhalten.
  • Um die Nester zu finden, müssen erst einmal die Brutreviere entdeckt werden. Hierfür braucht man Helfer aus den Reihen der Vogelschützer.
  • Es ist sehr schwierig für die Spezialisten, das Nest im hohen Getreide zu finden, um es mit Zäunen zu sichern.
  • Später werden die Jungvögel beringt, um mehr über den Erfolg der Schutzmaßnahmen zu erfahren.
  • Vor allem gilt es, gute Gespräche mit den Landwirten zu führen, die die Weihen und ihre Brutplätze in der Regel nicht kennen. Diese Zusammenarbeit zwischen den Landwirten und dem Naturschutz läuft aber meist hervorragend.
Sie möchten helfen, diesen schönen Greifvogel zu schützen? Dann schau doch mal hier: Wiesenweihen- und Naturschutz Nordostdeutschland e.V.


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