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Naturtrainer 3.0

2027 Start in die vierte Ausbildungsrunde

Wir bilden Menschen aus, die nicht (mehr) berufstätig sind und Kindern die Natur nahebringen wollen. In praxisnahen Workshops lernen sie, Naturprojekte in Kitas und Schulen kindgerecht zu planen.
Werde Naturtrainer*in, das Ausbildungsjahr 2027 erwartet dich!

Aktuelles aus unserer dritten Ausbildungsrunde

Gut gestärkt starten wir in eine neue Ausbildungsrunde! - Foto: R. Mersmann

Gut gestärkt starten wir in eine neue Ausbildungsrunde! - Foto: R. Mersmann

Das Projekt „Naturtrainer“ ist ein Projekt des NABU Brandenburg. Der NABU Brandenburg übernimmt die Koordination der Ausbildung. Die regionalen NABU-Gliederungen sowie die Landesfachausschüsse übernehmen teilweise die inhaltliche Begleitung. Der NABU Brandenburg verfolgt damit verschiedene Ziele:

• Ausbildung von Menschen in der nachberuflichen Lebensphase zu Naturtrainer*innen
• Einsatz als freiwillige Naturtrainerin und Naturtrainer in Kindertagesstätten, Grundschulen oder anderen Einrichtungen und Umsetzung von konkreten Umweltbildungsangeboten
• Auf- und Ausbau von Netzwerken aus ehrenamtlichen Umweltbildner*innen in den Regionen
• Beitrag zur Förderung von Artenkenntnis insbesondere bei Kindern
• Stärkung des Umweltbewusstseins und des Naturschutzgedankens in der Öffentlichkeit
• Nachwuchs- und Aktivengewinnung im Bereich Arten- und Naturschutz sowie Umweltbildung
• Weiterentwicklung der NABU-Umweltbildungseinrichtungen

Die nächste Ausbildungsrunde steht bereits in den Startlöchern! Melde dich per E-Mail an und lass dich ab Frühjahr 2027 zur Naturtrainer*in ausbilden. Mach dich mit uns dafür stark, den Jüngsten die Natur und die Umwelt näher zu bringen und damit zu einer nachhaltigeren Welt beizutragen. Anmeldung an: naturtrainer@nabu-brandenburg.de

Was Dich so erwartet kannst Du untenstehend sehen - in unserem Bericht zum Ausbildungsjahr 2025/2026.


Die Workshops


Juni 2026 Wildnispädagogik

Was nehme ich wahr und wie geht es mir damit, wenn ich eine Viertelstunde allein an einem selbst gewählten Platz in der Natur einfach nur still da sitze? Wie mache ich mit nur einem Zündholz im Wald ein kleines Feuerchen – und was muss ich dabei beachten? Finde ich meinen Baum wieder, zu dem ich „blind“ geführt wurde – nur durch Tasten und Spüren? Kann ich mich mit geschlossenen Augen so orientieren, dass ich eine Strecke geradeaus gehe? Und wie schleiche ich mich am besten an, wenn ich ein Tier ganz aus der Nähe beobachten möchte? Diese und weitere Übungen wurden am 9. Juni im Rahmen des Wildnispädagogik-Workshops von Simone Braun und Alfred, Mitarbeitende im Umweltzentrum „Drei Eichen“, den angehenden Naturtrainer*innen vermittelt. Es schult die Sinne und die eigene Wahrnehmung, und führt zu ganz neuen Erfahrungen und Erkenntnissen. Wichtig ist bei der Ausbildung zur Naturtrainer*in, bei ihrem Angebot für Kinder künftig auch deren Freiräume und Selbstentfaltung im Naturerlebnis zu erweitern, um somit auch den natürlichen Forscherdrang und Heilungskräfte der Natur zu fördern.



  • Menschen im Sitzkreis vor einigen Tipizelten

    Auf dem Lagerfeuerplatz des Besucherzentrums Drei Eichen kam eine große Runde beisammen - Foto: Evelyn Faust

  • Ein kleines Lagerfeuer

    Wir heizen ein ;-) - Foto: Evelyn Faust

Mai 2026 Gartenvielfalt und Ernährung

Wie kann das übergeordnete Thema „Biodiversität“ in all seinen Facetten „Artenvielfalt“ – „Genetische Vielfalt“ – „Vielfalt der Lebensräume“ an Kinder vermittelt und mit Spiel und Spaß der Erwerb von Artenkenntnissen gefördert werden? Mit sinnlichen Erfahrungen vor der eigenen Haustür, im Garten oder Schulgarten – denn ein Stückchen Natur lässt sich auch im näheren Umfeld erleben und gerade auf dem Lande können unsere Nahrungsmittel „aus der Erde, vom Baum oder Strauch frisch auf den Tisch“ (wieder-) entdeckt werden. So lernten auch die angehenden Naturtrainer*innen der Nordost-Gruppe im Workshop am 5. Mai im Permakulturgarten und Samenbau Alt-Rosenthal, dass man nicht allzu viel Fläche braucht, um sich mit gesunden Lebensmitteln selbst und andere zu versorgen – und besonders der Humusaufbau, die Bodengesundheit und die Vielfältigkeit an Pflanzen, die wachsen, wo sie ihren besten Standort finden und in guter Nachbarschaft gedeihen, eine große Rolle spielt. Nicht in Reih und Glied, sondern bunt durcheinander – geben die zahlreichen Wild- und Kulturpflanzen uns Nahrung, den Insekten und anderen Tieren ebenso, und außerdem kann auch noch genügend Saatgut gewonnen werden, um erfolgreich einen kleinen wirtschaftlichen Betrieb damit zu führen. Die Teilnehmenden des Workshops erfuhren im Laufe des Tages, wie die Referentin und Betriebsleiterin, Ute Boeckholt, ihre Besucher- und Kindergruppen anleitet, um ihnen die Wirtschaftsweise der Permakultur, das Gärtnern und die Samengewinnung näher zu bringen. Aus Wildkräutern wurde mittags Salat und ein Pesto hergestellt, das dann gemeinsam zum Mittagessen verzehrt wurde.

Ein zweiter Workshop im Südosten, auf der Burg Storkow am 7. Mai, führte die Teilnehmenden in die Welt der wunderbaren Wildkräuter. Zehn verschiedenen Kräuter sollten sie kennenlernen: deren Aussehen, Verwendung, besondere Inhaltsstoffe und Geschichten, die man gut weitergeben kann – das war der Anspruch von Referentin Regina Jubitz, die mit selbstgemachtem Birkenwasser, Löwenzahn-Gold, Sirup aus Mädesüß und rosa Zucker von der Hundsrose gefärbt, begeistern konnte und Tipps zur Herstellung zum besten gab. Nach einem Spaziergang durch den InsektenParadiesGarten wurde der Blick für die Wildkräuter-Insekten-Partnerschaften geschärft – und nach dem Sammeln der Kräuter stand das praktische Tun und die eigene Erfahrung im Mittelpunkt, indem das gemeinsame Mittagessen zubereitet und verspeist wurde. Obwohl die angehenden Naturtrainer*innen sich zum Teil schon mit der Thematik beschäftigt hatten und auskannten, konnten immer noch neue Impulse gegeben werden, und besonders die (wieder-) entdeckte Beziehung zur unmittelbar umgebenden Natur wurde als sehr wohltuend in der Gruppe empfunden. Diese Erfahrung möchten die Teilnehmenden gerne achtsam und mit allen Sinnen weitergeben, so war die Erkenntnis zusammengefasst am Ende des Tages.



  • Naturtrainer*innen sitzen an einem Tisch mit jedemenge Gegenständen aus der Natur

    Eine Große Runde aus Naturbegeisterten Naturtrainer*innen - Foto: Andrea Emmerich

  • In ein Holzpodest wurden eine Feder, Eine Löwenzahn Blüte (Pustebluhme) und ein Schneckenhaus gesteckt

    Was es alles zu entdecken gibt! - Foto: Evelyn Faust

  • Menschengruppe in der grünen Natur

    Es gibt jedemenge zu staunen und zu lernen - Foto: Evelyn Faust

April 2026 - Mull & Upcycling

Deutschland gehört zu den Hauptverursachern von Müll – und ist gleichzeitig Meister im Müllsortieren… Aber - wird wirklich alles sortenrein gesammelt, um einem effizienten Recycling zugeführt werden zu können? Was kommt in welche Tonne? Wird wirklich 67 % unseres Verpackungsmülls recycelt, wie es die Statistik angibt? Altpapier zu recyceln geht gut, daher macht Mülltrennung Sinn – und beim Kauf neuer Produkte sollte auf den blauen „Umweltengel“ oder andere Siegel geachtet werden, damit keine Bäume zur Papierherstellung gerodet werden müssen. Was ist mit dem Plastik-Müll? Kann er sich nach Jahren oder Jahrzehnten auflösen? Oder zerfällt er nur in immer kleinere Teilchen, die letztendlich als Mikroplastik überall in der Umwelt und in der Nahrungskette, also letztendlich auch in unserem Körper landen? Was kann und sollte repariert werden? Der beste Müll ist doch der, der gar nicht erst anfällt – also unverpackt kaufen und möglichst wenig Müll produzieren. Mit diesen und anderen Fragen und Einsichten beschäftigten sich die angehenden Naturtrainer*innen unter Anleitung von Claudia Günther, die als erfahrene NAJU-Referentin spielerisch und mit verschiedenen Methoden an das wichtige Thema heranführte. In drei Workshops an unterschiedlichen Orten machten die Teilnehmenden auch praktische Erfahrungen, indem sie Tipps zu verschiedenen Müllsammel-Aktionen erhielten und bei Spaziergängen im Park der Bildungsstätte Schloss Trebnitz bei Müncheberg, in der Umgebung vom Waldhaus Ludwigsfelde und der Villa Fohrde bei… in die Tat umsetzten. Bewegungsspiele wie das „Müllstrudel-Spiel“ oder „Obstsalat“ in abgewandelter Form aus dem Aktionsheft „Trashbusters“ der NAJU sowie Upcycling-Ideen, die ausprobiert wurden, rundeten die jeweiligen Workshops ab, so dass die Naturtrainer*innen gute Methoden an die Hand bekamen, um künftig mit Kindern das Thema Müll rundum spannend und spielerisch vermitteln zu können – denn einig waren sich alle am Ende: das Umweltbewusstsein fängt im Kindesalter an, je früher desto besser.



  • gebastelte Wolfsköpfe

    Eierverpackungen sehen aus einem bestimmten Blickwinkel doch glatt wie Wölfe aus! - Foto: Andrea Emmerich

  • gebastelte Blumengerlande

    Oder wie Blumen - Foto: Andrea Emmerich

  • Müllsammelaktion am Schloss Trebitz

    Auf zur Jagd nach Müll! - Foto: Evelyn Faust

März 2026 "Der Erlebte Frühling"

Passend zur Jahreszeit fanden im März vier Naturtrainer-Workshops statt, in denen die Teilnehmenden sich auf die Suche nach dem Frühlingsboten machten und praktische Spiel-Ideen und kreative Anleitungen aus dem Werkzeugkoffer der NAJU zum „Erlebten Frühling“ erhielten.
In der NAJU-Spree-Wald-Werkstatt in Alt Schadow (Märkische Heide) konnten die Gruppen die Arbeit der NAJU (Naturschutzjugend) direkt vor Ort kennenlernen und erfuhren von den Referentinnen, Claudia Günther und Fanny Goemann, mehr über den nun schon 40 Jahre währenden Frühlings-Wettbewerb, aus dem zahlreiche Bildungsmaterialien zu allerhand verschiedenen Tier- und Pflanzenarten hervorgegangen sind. Damit können die Naturtrainer*innen und andere in der Umweltbildung Tätige wunderbar arbeiten, um bei Kindern und Jugendlichen mehr Artenkenntnisse zu erzielen.
Wichtiges Anliegen der NAJU war auch, dass sich mehr Naturtrainer*innen dem Landesfachausschuss Umweltbildung anschließen und sich gut vernetzen, um ihre Präsenz und Angebote im ländlichen Raum sichtbar zu machen. Kontakt: lgs@naju-brandenburg.de
Auch im Naturparkzentrum „Schweizer Haus“ in Buckow (Märkische Schweiz) setzten sich die angehenden Naturtrainer*innen mit den Frühlingsboten auseinander - hier spielten passend zum Lebensraum Wald Eichhörnchen, Habicht, rote Waldameise und Frühblüher eine besondere Rolle und wurden gleich mit einer Schülergruppe der bundtStift-Schule aus Strausberg in mehreren Stationen mit Spiel und Spaß erkundet.
Die vierte Gruppe der Naturtrainer*innen war in der Döbritzer Heide im Natur-Erlebniszentrum Döberitzer Heide bei der Heinz Sielmann Stiftung zu Gast. Hier haben wir uns ebenfalls intensiv mit Umweltbildungsideen zum Thema Frühling beschäftigt und den Wettbewerb des Erlebten Frühlings kennengelernt. Von der Heinz Sielmann Stiftung bekamen wir mit einer Ausstellungsführung einen vertieften Einblick in die reiche Artenvielfalt und Besonderheiten des Schutzgebietes Döberitzer Heide.



  • Personengruppe auf einer Sitzfläche mit Buch

    In Alt Shadow teilen die Naturtrainer ihre Ideen für Kindergruppen - Foto: S. Schröder

  • Personegruppe von hintem auf einem Waldweg

    Die Gruppe in Buckow - Foto: E. Faust

  • Tisch mit Zutaten

    Snacks mit Bärlauch - Foto: S. Schröder

  • Naturtrainer Bastelt mit Ästen

    Basteln in Alt Shadow - Foto: S. Schröder

  • Naturtrainer und NAJU

    In Alt Shadow hören die Naturtrainer*innen gespannt der NAJU zu - Foto: S. Schröder

Januar 2026 "Tiere und Pflanzen im Winter"

Gleich mit frischem Elan ins neue Jahr gestartet sind sieben angehende Naturtrainer*innen der Nordost-Gruppe am 13. Januar beim Workshop im NABU-Besucherzentrum Blumberger Mühle bei Angermünde. Bereits in der Woche zuvor hatten sich viele Interessierte bei der Online-Veranstaltung zum Thema Vogelfütterung schlau gemacht und Bestimmungsmerkmale der hiergebliebenen Standvögel, Teilzieher und Wintergäste kennengelernt. Das anschließende Wochenende stand ganz unter dem Zeichen der bundesweiten NABU-Mitmach-Aktion „Stunde der Wintervögel“ – und die Naturtrainer*innen hatten die Aufgabe, daran teilzunehmen und die Erfahrungen dann im Workshop auszutauschen.
Unter Anleitung der Referentin Silke Oppermann aus Eberswalde konnten sie außerdem viel Wissenswertes zur Unterscheidung von Vogelstimmen und Verhaltensweisen lernen, Fernglas- und Bestimmungsübungen machen sowie durch Hörmeditation im Gelände ihre Sinne schärfen. Praktisch wurde der Tag durch eine Hand voll lehrreiche Spiele aufgelockert, in denen die Teilnehmenden in die Rolle von Kindern schlüpften und sehr viel Spaß hatten.

Am 14. Januar trafen sich dann die Südwest- und die Südost-Gruppe im Naturparkzentrum am Wildgehege Glauer Tal. Hier bekamen wir vom Umweltbildungsteam des Naturparkzentrum eine praktische Einheit zu Spielen und Aktionen zum Thema Tiere und Pflanzen im Winter. Außerdem gab es einen regen Austausch zu den eigenen Erfahrungen mit der Stunde der Wintervögel und gemeinsame Überlegungen, wie die Naturtrainer*innen die Schulstunde der Wintervögel mit Kindern umsetzen würden. Anhand eines theoretischen Inputs mit Gestaltungstipps wurden fleißig Gruppenstunden zu verschiedenen Wintervögeln geplant.

Für die Nordwest-Gruppe ging es am 21. Januar in das NABU Besucherzentrum in Rühstädt. Auch hier wurde sich rege ausgetauscht zur Stunde der Wintervögel und Umsetzungsideen gesammelt für die eigenen Gruppenstunden mit Kindern zum Thema Wintervögel. Mit dem Umweltbildungsteam des Besucherzentrums konnte sich die Gruppe zudem im Nature Journaling ausprobieren und vielfältige Spiele und Methoden zum Thema Tiere und Pflanzen kennenlernen.



  • Menschen schauen durch Ferngläser

    Die Nordostgruppe in der Blumenberger Mühle beobachtet die Natur - Foto: E. Faust

  • Menschen spielen eine Art Fangen

    Die Nordostgruppe in der Blumenberger Mühle beim spielerischen Lernen - Foto: E. Faust

  • Menschen durch eine Tür Fotografiert, sie unterhalten sich, links ein alter ausgestopfter Wolf

    Die Südost und Südwestgruppen im NaturParkZentrum am Glauer Tal - Foto: S. Schröder

  • Menschen im Schnegestöber beim Verstecken und Suchen von Eicheln

    Die Gruppen im NaturparkZentrum am Glauer Tal haben sich als Eichelhäher versucht - Foto: S. Schröder

  • Mehrere Personen sitzen an einem Tisch und machen Notizen

    Naturtrainer*innen im NaturparkZentrum am Glauer Tal beim Regen Austausch in der Gruppenarbeit - Foto: S. Schröder

  • Personen Springen und Gästikulieren in einem Spiel

    Im NaturparkZentrum am Glauer Tal wurden Spiele für Kindergruppen ausprobiert - Foto: S. Schröder

  • Verschiedene Naturmaterialien darunter Zweige, eine Rehgeweih und ein Keramikfrosch

    Die Lernmaterialien für die Nordwest Gruppe in Rühstädt - Foto: J. Ehritt

  • Zwei Menschen stehen an einem Tisch

    Spiel und Spaß in Rühstädt - Foto: J. Ehritt

  • Naturtrainer*innen sitzen in großer Runde an einem Tisch und schreiben und basteln gemeinsam

    Basteln und Lernen in Rühstädt - Foto: J. Ehritt

  • Sonniger Wintertag mit dick angezogenen Menschen in der Natur

    Naturtrainer*innen in Rühstädt bauen ein Vernglas auf - Foto J. Ehritt

Dezember 2025: "Netzwerktreffen“

Am 2. Dezember haben wir uns im Umweltbildungszentrum Kienbergpark Berlin zum Netzwerktreffen der bereits ausgebildeten sowie angehenden Naturtrainerinnen und Naturtrainer getroffen. Das Treffen war geprägt von einer sehr herzlichen und offenen Atmosphäre und die Freude über das Wiedersehen bekannter Gesichter, das Kennenlernen neuer Kolleg*innen und das Knüpfen frischer Kontakte war von Beginn an spürbar.
Begrüßt wurden wir von Ina Albrecht und Katja Czerwinski vom Projektmanagement Campus Stadt Natur, die uns den Veranstaltungsort, das Umweltbildungszentrum Kienbergpark, als lebendigen Lern- und Erfahrungsraum für Natur- und Umweltbildung vorstellten und Einblicke in ihre Arbeit gaben.
Im Verlauf des Vormittags kamen die Teilnehmenden an verschiedenen Stationen miteinander ins Gespräch über Erfahrungen, Herausforderungen und persönliche Sternstunden aus ihrem Arbeitsalltag als Naturtrainerin. Es wurden gemeinsam bewährte Methoden und Spiele vorgestellt, die sich in der Praxis als besonders hilfreich erwiesen haben. Anhand einer Jahresuhr wurden die Themen gesammelt, die die Naturtrainer*innen durch das Jahr begleiten.
Nach einem (wie immer) großartigen Mittagsbuffet mit selbst mitgebrachten Speisen kamen wir am Nachmittag noch in den Genuss einer Umweltbildungseinheit mit Ina und Katja, mit denen wir die Natur im Kienbergpark spielerisch und kreativ entdecken durften.
In vorweihnachtlicher Stimmung rundete eine kreative Austausch- und Gestaltungsphase das Netzwerktreffen ab. Sie lud zum Innehalten, zum gemeinsamen Tun und zu persönlichen Gesprächen ein.
Insgesamt bot das Netzwerktreffen einen wertvollen Raum für Austausch, gegenseitige Inspiration, Weiterbilden und Vernetzen und wurde von allen Beteiligten als sehr bereichernd erlebt. Es zeigte eindrücklich, wie wichtig der persönliche Austausch, gegenseitige Unterstützung und das Gefühl von Verbundenheit für die Arbeit der Naturtrainer*innen sind.



  • Große Runde vor einem Whiteboard mit einem Vortragenden älteren Herren.

    Einleitende Vorträge der Naturtrainer - Foto: A. Emmerich

  • Menschen sitzen gemeinsam am Tisch und schreiben, basteln und unterhalten sich.

    Die Naturtrainer beim gemeinsamen Ideenaustausch - Foto: J. Ehritt

  • Gruppenfoto

    Einige der teilnehmenden Naturtrainer - Foto: Albrechtina

November 2025: "Recht und mehr“

Theoretischer wurde es im November beim Thema „Recht und mehr“: Im Besucherzentrum Schweizer Haus in Buckow fand am 6. November 2025 der Workshop mit der Nordost-Gruppe mit der Referentin Sabrina Schwarz statt, die in rechtliche Grundlagen wie Aufsichtspflicht, Haftung, Kinder- und Jugendschutz einführte und anhand von Fragen und Beispielen mit der Gruppe durchging. Außerdem wurden am Nachmittag gruppendynamische Prozesse und Strategien zum Umgang mit Wut vermittelt, nachdem die Gruppe einige Methoden zur Auflockerung („Warm up“), achtsame Führung mit Perspektivwechsel durch das Kronendach („Spiegel-Karawane“) und einem anspruchsvollen Teambuilding-Spiel in der Praxis kennenlernten.

Am 13. November war dann die Südost-Gruppe mit dem Referenten Andreas Strauß beim NABU Kolkwitz im Alten Forsthaus an der Reihe.



  • Teilnehmer des Programms hören der Referentin im Besucherzentrum zu.

    Die Workshops finden nicht nur draußen statt, gerade zu der kalten Jahreszeit - Foto: E. Faust

  • Papiere liegen auf dem Waldboden um sich Übersicht zum Thema Recht zu schaffen.

    Gemeinsam erarbeitet lernt sich besser! - Foto: E. Faust

  • Teilnehmer im Gänsemarsch unterwegs in der Natur

    Auch in ein "trockenes" Thema wie die Rechtslage bringen unsere Refernten*innen viel Spaß und Spiel - Foto: E. Faust

Oktober 2025: "Wald und Boden“

Der Oktober stand ganz im Zeichen des Herbstes, wie bei dem Workshop der Nordost-Gruppe am 15. Oktober bei der Stiftung Waldwelten in Eberswalde: Natürlich ist das Sammeln von Früchten, Nüssen, Zapfen und Blättern ein sinnliches Erlebnis, das zu zahlreichen kreativen Ideen anregt. Anhand der Veränderungen im Jahresverlauf kann man Kindern wunderbar die Kreisläufe der Natur vermitteln. Die angehenden Naturtrainer*innen probierten auch einige Aktionen zum Thema Wald und Boden mit praktischen Übungen aus, um mehr Erfahrungen in der Umsetzung von Methoden erlangen zu können. Am Nachmittag führte die Referentin Tamina Jeschonnek die Teilnehmenden in den Wald, um spielerisch zu erfahren, wie sich die heimischen Wildtiere auf den Winter vorbereiten. Die Südost-Gruppe konnte am 22. Oktober in Cottbus im Pädagogischen Zentrum Natur und Umwelt (PZNU) unter fachkundiger Anleitung durch die Naturtrainer Maria und Johannes Georgi ebenfalls allerlei Anregungen und „Handwerkszeug“ in ihr Repertoire aufnehmen.



  • Menschen betrachten etwas im Laub unter Anleitung der Referentin.

    Im Wald um Eberswalde herum gibt es jedemenge zu entdecken - Foto: E. Faust

  • Menschen rennen und spielen ein Lehrspiel im Wald

    Mit Spaß und Spiel lernen nicht nur Kinder den Wald kennen - Foto: E. Faust

  • Collage aus Blättern, Paier und Eicheln

    Eine Collage aus Naturmaterialien - Foto: A. Emmerich

  • buntes Naturmandala

    Aus Laubblättern, Stöcken und anderen Materialien kann man wunderschöne Mandala legen - Foto: A. Emmerich

September 2025: "Wasser-Leben“

Bei den Workshops „Wasser-Leben“ drehte sich alles um das faszinierende Element Wasser und seine Bedeutung für Natur und Mensch. Gemeinsam mit den Naturtrainer*innen erkundeten wir verschiedene Themen rund um das Leben im und am Wasser in Brandenburg – von der Wasserverteilung auf der Erde und dem Wasserkreislauf bis hin zu Wasserverbrauch, Wassersparen und den Herausforderungen der Wasserverschmutzung.

Zunächst wurde aufgeklärt, wie die komplexeren Themen für Kinder greifbar gemacht werden können. Dabei unterstützen uns verschiedene Methoden und kleine Experimente, auch die Teilnehmenden brachten ihre eigenen Ideen ein. Die Südost-Gruppe hatte zudem am 17. September die Möglichkeit, bei einer Führung im Wasserwerk Spremberg (SWAZ) die wassertechnische Ausstellung zu besichtigen und die Umweltbildungsarbeit des NABU Spremberg kennenzulernen.

Darüber hinaus ging es mit Becherlupe und Forschergeist auf die Suche nach zahlreichen Kleinstlebewesen und Organismen im Wasser. Auch die Amphibien- und Reptilienwelt Brandenburgs wurde erforscht, dabei besuchten uns sowohl Teichfrösche als auch eine Rotbauchunke!



  • Menschengruppe betrachtet einen Flächenplan

    Unterwegs mit den Teilnehmern der Ostgruppe - Foto: E. Faust

  • Plastikbehälter gefüllt mit Wasser, darin befinden sich Schnecken und andere Wasserbewohner. Becherlupen im unteren Bildrand.

    Eine Sammlung an kleinen Wasserbewohnern zum Bestaunen - Foto: E. Faust

  • Bastelmaterial, Spiele und Bildungsmaterial

    Bildungs und Bastelmaterialien können dabei helfen, Kindern die Natur spielerisch näher zu bringen. - Foto: A. Emmerich

  • Rotbauchunke Unterseite

    Die Rotbauchunke ist leicht durch ihre rote Musterung am Bauch zu erkennen - Foto: A. Emmerich

  • Teichfrosch im Wasser

    Der Teichfrosch der uns einen Besuch abstattete - Foto: A. Emmerich

  • vom Lehm rotgefärbter Bach im Wald

    Exkursion am Rande eines Bachs - Foto: E. Faust

  • Menschen hören gespannt den Erklärungen der Referentin zu.

    Unser Workshop in Spremberg - Foto. E. Faust

  • Gäste in der Ökolaube, einer grünen Gartenanlage

    Unser Workshop in der Ökolaube in Potsdam - Foto: A. Emmerich

Juni 2025: "Kommunikation und Didaktik“

In den zweiten Workshops im Juni standen Methoden der Natur- und Wildnispädagogik sowie Kommunikation und Didaktik in Theorie und Praxis auf dem Programm. Dabei konnten die Teilnehmenden in der Wildnisschule Waldschrat bei Müncheberg mit dem „Adlerauge“ barfuss durch den Wald ziehen, sich in Tiere und deren Verhalten bei Gefahr hineinversetzen, sich blind durch unwegsames Gelände führen lassen und mit viel Spaß das „Schleichhörnchen“ spielen. Auch in der Spree-Wald-Werkstatt in Alt Schadow ging es munter zu – und Mitmachen war gefragt, denn die NAJU betreibt die Bildungsstätte in Selbstverwaltung, und so leistet jede nutzende Gruppe einen Gemeinwohl-Beitrag wie diesmal das Gießen der Bäume auf der Streuobstwiese…



  • Gemütliches Beisammensein in Alt-Schadow - Foto: E. Faust

  • Gemeinsam haben wir viel gespielt - Foto: E. Faust

  • Unterwegs auf den Spuren der Tiere - Foto: E. Faust

  • Durchs hohe Gras - Foto: E. Faust

  • Pause ist auch wichtig - Foto: E. Faust

  • Der Eingang der Wildnisschule "Waldschrat" - Foto: E. Faust

  • Spiel und Spaß mit den Wildnispädagog*innen - Foto: E. Faust

  • Gießen in Alt-Schadow - Foto: E. Faust

Mai 2025: Auftaktveranstaltung und erster Workshop „Einführung und Kennenlernen“

Mit dem „Kennenlern-Bingo“ oder im wechselseitigen Interview starteten die angehenden Naturtrainer*innen im Mai in die 3. Ausbildungsrunde. In vier Regionalgruppen aufgeteilt, nahmen fast 60 Menschen unterschiedlichen Alters und beruflichen Werdegangs an den ersten Workshops in Brandenburg / Havel, Bad Freienwalde, Senftenberg und Linum teil, in denen zunächst Organisatorisches und offene Fragen geklärt wurden, später dann anhand verschiedener Sinnesübungen in die Naturbeobachtung einführt wurde. Nicht nur die eigene Erfahrung ist dabei wichtig, sondern auch die Einfühlung in die Rolle des Kindes, das mit diesen Spielen die Beziehung zu seiner Umwelt entdecken und die Natur schätzen lernen kann.



  • Zusammen schnippelt es sich am schnellsten - Foto: E. Faust

  • Gemeinsam haben wir einen Baum aus Naturmaterialien erstellt -Foto: E. Faust

  • Gemeinsam suchten wir aus, was wir gern verspeisen wollten - Foto: E. Faust

  • Das Haus der Naturpflege hieß uns herzlich willkommen - Foto: E. Faust

  • Noch mehr leckere Kräuter - Foto: E. Faust

  • Unser fertiger Kräuterquark - Foto: E. Faust

Mehr aus den Projekten

  • Einblicke vom letzten Workshop: „Fledermäuse und Tiere der Nacht“ | Foto: Anne Nerenz

    Erfolgreiche Ausbildung für 35 Senior*innen als Naturtrainer

    Wir bilden Menschen aus, die Kindern die Natur nahebringen wollen. In praxisnahen Workshops vermitteln wir das Rüstzeug, um Naturprojekte in Kitas und Schulen zu gestalten. Mehr →

  • Zeit zum Buden bauen - Foto: A. Nerenz

    Naturtrainer-Projekt in dritter Runde

    Seit Mai 2025 sind wir in einer neuen Ausbildungsrunde. Hier gibt es eine Übersicht zu den wichtigsten Inhalten des Projektes. Mehr →

  • Abschlussgruppe Nord-Ost | Foto: Ina Albrecht

    Rückblick: 2021-2022

    Nach anderthalb Jahren Ausbildung haben unsere ersten 42 Naturtrainer*innen ihre Zertifikate vom NABU Brandenburg erhalten. Mehr →

  • Der seltene Wäschenklammer-Falter - Foto: C. Günther

    Für Kindereinrichtungen

    Sie arbeiten in einer Kindertagesstätte oder Grundschule und möchten mit den ausgebildeten Naturtrainer*innen zusammen arbeiten? Hier finden Sie mehr Informationen. Mehr →

  • Beim Workshop in Kolkwitz dreht sich alles um den Boden - Foto: S. Mohr

    Für Naturtrainer*innen: Ausleihen und Hinweise

    Fertig ausgebildete Naturtrainer*innen finden hier alle Infos zu unseren ausleihbaren Materialboxen, Ideen für Spiele in Kitas und Grundschulen sowie Veranstaltungs- und Weiterbildungstipps! Mehr →

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Kontakt

Andrea Emmerich; Foto: Rosanna Mersmann
Andrea Emmerich
Referentin für Umweltbildung E-Mail schreiben 01515 - 77 22 455

Kontakt

Evelyn Faust; Foto: Rosanna Mersmann
Evelyn Faust
Referentin für Umweltbildung faust@nabu-brandenburg.de 01514 - 3315290

Materialien zum Forschen

Unsere Naturtrainer-Postkarten - Foto: L. Abromeit

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Übersicht unserer Infoposter - Grafik: L. Abromeit

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