Brandenburg.NABU.de Natur erleben Besucherzentren Storchenmuseum Rathsdorf/Altgaul

Storchenmuseum Rathsdorf/Altgaul

Storchenmuseum Rathsdorf/Altgaul

Storchennest auf altem „Märkischen Ziegelbrennofen“

Storchenmuseum Rathsdorf/Altgaul

Früher wurden hier Ziegel gebrannt.

Bei dem Storchenturm handelt es sich um einen früher weit verbreiteten Märkischen Ziegelbrennofen, dessen Alter auf etwa 200 Jahre geschätzt wird. Im 19. Jahrhundert wurden diese Öfen errichtet, um den in der Nähe anfallenden Ton und Lehm für die Herstellung von Ziegeln zu nutzen. Immerhin konnten hier 850 Grad Celsius zum Brennen der Ziegel erreicht werden. Nach der Stilllegung des Brennofens vor etwa 100 Jahren bauten Störche ihr Nest auf die 16,5 Meter hohe Turmspitze und eines der Wahrzeichen des nördlichen Oderbruchs erhielt so die volkstümliche Bezeichnung Storchenturm.

Kretschmann Kurt

Kurt Kretschmann

Das Storchenmuseum entstand auf Initiative von Kurt Kretschmann, dem Begründer des ehrenamtlichen Weißstorchschutzes. Er organisierte Mitte der 70er Jahre die Sanierung des verfallenden Storchenturms. Seit 1978 beherbergt der Innenraum des Turmes ein kleines Storchenmuseum. 1995 konnte der NABU mit Hilfe der Michael-Otto-Stiftung für Umweltschutz das stark beschädigte Bauwerk umfassend sanieren. Es wurde eine Ausstellung eingerichtet, die über Lebensweise, Verbreitungsgebiet, Flugrouten und Gefährdungen des Weißstorches informiert.

Das Museum ist auch für Familien, Kindergartengruppen und Schulklassen gut geeignet. Anschaulich wird hier Wissen über Verhaltensweise und Lebensraum des beliebten Großvogels vermittelt. Seit 2003 betreibt der NABU Oberbarnim das Storchenmuseum auf ehrenamtlicher Basis. Auch ungewöhnliche Fragen wie „Warum heißt der Storch Klapperstorch?“, „Was ist ein Kampfstorch?“ oder „Bleibt der Storch seiner Partnerin ewig treu?“ bleiben nicht unbeantwortet.

Storchnturm Nest

Mit rund 1.300 Storchenpaaren ist Brandenburg das storchenreichste Bundesland. Damit kommt dem Land eine besondere Bedeutung und Verantwortung für den Lebensraumschutz des Weißstorches zu. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wurde 1978 der „Arbeitskreis Weißstorch“ in Bad Freienwalde gegründet. Unsere Region wurde zum Zentrum des Storchenschutzes in Ostdeutschland mit Ausstrahlung in viele Länder Europas.

Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beherbergen zusammen über die Hälfte des etwa 4.000 Horstpaare umfassenden Weißstorchbestandes in Deutschland. Etwa 100 ehrenamtliche Storchenbetreuer sind allein in Brandenburg unterwegs um die Störche zu zählen, Nistunterlagen zu reparieren und Lebensräume zu renaturieren. Für den Altkreis Bad Freienwalde ist Norbert Wenzel aus Wriezen (Tel. 033456–34506) zuständig.

Storchenturm1

Es bietet sich an, den Besuch des am Rande des Oderbruchs gelegenen Storchenmuseums mit einer Stippvisite im Haus der Naturpflege in Bad Freienwalde, einer Wanderung durch die reizvolle Oderlandschaft oder einer Besichtigung des nahegelegenen Museumsdorfes Altranft zu verbinden.

Das Storchenmuseum in Rathsdorf/Altgaul hat für Sie von April bis Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet (Änderungen vorbehalten).

Weitere Informationen unter:
Haus der Naturpflege
Dr.-Max-Kienitz-Weg 2
16259 Bad Freienwalde
Tel/Fax 033456-3349
www.Haus-der-Naturpflege.de

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