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Mehr Akzeptanz für den Biber
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Biber-Positionspapier soll helfen, Konflikte dauerhaft zu vermeiden
05. Juli 2010 -
Die Wiederausbreitung des Bibers nach Brandenburg wird nicht von allen Menschen begrüßt. Im Zuge des diesjährigen Oderhochwassers sind Rufe nach Bejagung und Vertreibung des Bibers laut geworden. Der NABU wendet sich in seinem jetzt verabschiedeten Positionspapier ganz klar gegen die Jagd und den Fang von Bibern: Dies hätte auch wenig Sinn, denn Biber regulieren ihren Bestand selbst und unbesetzte Reviere werden in kürzester Zeit wieder besiedelt.
Um Konflikte dauerhaft zu vermeiden sollten nach Auffassung des NABU in erster Linie Auen wiederhergestellt und Gewässerschutzstreifen angelegt aber auch Hochwasserschutzdeiche gesichert werden. „Zum Schutz der Deiche“, so NABU-Biberexpertin Dr. Anja Kayser „könnten im Rahmen eines Biber-Managementplanes verschiedene technische Maßnahmen wie z.B. das Einbringen von Schutzgittern oder das Anlegen von Wildrettungshügeln umgesetzt werden.“
Naturschutzgebiete, so betont NABU-Landesvorsitzender Tom Kirschey, sollten allerdings von jeglichen Eingriffen zur Vertreibung des Bibers ausgeschlossen sein. „Die Grundlage für Entscheidungen über Managementmaßnahmen außerhalb von NSG muss das Ausmaß möglicher Schäden sein, und zwar erheblicher wirtschaftlicher Schäden.“
Angesichts des Klimawandels und der damit verbundenen Versteppung Brandenburg sei an der Zeit, so die NABU-Vertreter, endlich umzudenken und damit aufzuhören, die Folgen der Bibertätigkeit aufwendig zu bekämpfen, sondern stattdessen seine Gratisleistungen in unsere Handlungskonzepte zu integrieren.
Das vollständige Biber-Positionspapier finden Sie untenstehend.
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Biber-Positionspapier des NABU Brandenburg
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