Drohnengestützter Wildtierschutz
Einsatz von Drohnentechnik im Wildtierschutz
Mit Drohnen können wir Wärmebilder von Offenlandflächen erstellen - Foto: Rehkitzrettung Brandenburg e.V.
Wie können wir Technik Nutzen um die Natur zu schützen?
Diese Frage beschäftigt Naturschutzvereine und Ehrenamtliche immer mehr in der modernen Zeit. Gerade die fortlaufende Entwicklung der Drohnentechnik erschafft im Bereich Naturschutz eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Mit immer leiseren Flugmechanismen, immer besserer Kameratechnik und vielseitigen Programmen könnten Sie dabei helfen, Artbestände auf einer Fläche zu bestimmen, individuelle Tiere (z.B. Rehkitze oder Jungvögel) vor Mähdreschern und weiteren landwirtschaftlichen Geräten retten oder uns neue Möglichkeiten der Geländeanalyse ermöglichen!
In unserer Einstiegsveranstaltung ging es darum, die verschiedenen Akteure an den Tisch zu holen, die Möglichkeiten dieses Feldes zu diskutieren und vor allem Kontakte zu knüpfen. Doch wir freuen uns jetzt schon auf unsere kommenden Exkursionen bei denen sich auf den Flächen vor Ort ausprobiert werden kann.
Kommende Veranstaltungen
Exkursion im Westhavelland zu Bodenbrütenden Vögeln
Jungvögel im Nest - Foto: Wiesenweihen- und Naturschutz Nordostdeutschland e.V
Wann: Samstag 11. April 2026 | 5:30 bis 11:00 Uhr
Wo: Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg, genauer Ort wird kurz vorher via e-mail bekanntgegeben
Veranstalter: NABU Brandenburg | Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg/ Landesamt für Umwelt | thermal DRONES GmbH | Wiesenweihen- und Naturschutzschutzverein Nordost | Rehkitzrettung Brandenburg e.V.
Wir werden einen Feldeinsatz mit Anne Grohmann von der staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg und Tobias Dahms von der Firma Thermal DRONES GmbH erleben. Während der Exkursion wird es um die Methodiken im Einsatz von Drohnen bzw. das Aufspüren und die Erkennung von Gelegen verschiedener bodenbrütender Vögel gehen, bspw. Kiebitze, Lerchen und Bekassinen. Die verschiedenen Ansätze und Methoden werden entsprechend diskutiert und verglichen werden.
Hinweis: Aufgrund der Veranstaltungsart sind die Plätze stark begrenzt. Aber bei entsprechender Nachfrage wird es einen live Stream geben.
Exkursion in Märkisch-Oderland zu Wiesenweihen
Wiesenweihe in einem Feld - Foto: Mathias Schäf
Wann: Samstag 6. Juni 2026 | 07:30 bis 13:00 Uhr
Wo: Südlicher Oderbruch bei Seelow, genauer Ort wird kurz vorher via e-mail bekanntgegeben
Veranstalter: NABU Brandenburg | Wiesenweihen- und Naturschutzschutzverein Nordost | Rehkitzrettung Brandenburg e.V. | thermal DRONES GmbH
Wir werden einen Feldeinsatz mit Tobias Dahms von der Firma Thermal DRONES GmbH erleben. Während der Exkursion wird es insbesondere um die Erkennung von Wieseweihen und deren Gelegen gehen. Er zeigt uns, wie der Drohneneinsatz technisch abläuft, was es zu beachten gilt, wie die verschiedenen Bildgebenden Verfahren eingesetzt werden. Fachlich begleitet wird die Exkursion vom Verein für Wiesenweihenschutz. Von ihnen erfahren wir mehr zum Biotop und seinen Bewohnern vor Ort, Besonderheiten der Region und was genau diese zu einem geeigneten Habitat für Wiesenweihen macht.
Hinweis: Aufgrund der Veranstaltungsart sind die Plätze stark begrenzt. Aber bei entsprechender Nachfragen wird es einen live Stream geben.
Anmeldung
Bekunde dein Interesse an unseren Veranstaltungen gerne im unten stehenden Formular. Wir informieren dich im März darüber, ob die Teilnahme am gewünschten Termin online oder vor Ort passiert. Online livestreams können nur bei genügend Interessenten organisiert werden.
Erfahrungsaustausch zu Ökologie, Recht und Technik
Einstiegstermin am 24. Januar 2026
Am 24.01. sind wir der Frage nachgegangen, wie wir mittels Einsatzes von Drohnentechnik den Wildtierschutz verbessern können. Dabei ging es vor allem um Grün- und Offenland und dessen Bewohner – insbesondere Rehe bzw. Rehkitze und bodenbrütende Vögel, wie die Wiesenweihe.
Zu diesem Zweck hörten wir Vorträge mehrerer Verbände und Organisationen zu verschiedenen Aspekten, angefangen von der Ökologie bzw. der konkreten Artenkenntnis, über den Einsatz der Technik, Verbandsstrukturen bzw. Arbeitsabläufe und rechtliche Aspekte, die es zu beachten gilt.
Der Wiesenweihenschutzverein Nordostdeutschland e.V. ist mit vollem Einsatz aktiv. - Foto: S. Schröder
Der Wiesenweihenschutzverein Nordostdeutschland e.V. startete mit einem Vortrag zu dieser mittlerweile stark bedrohten Art. Der zierliche Raubvogel ist auf Offenlandschaften, insbesondere Wiesen und Felder, für seinen Bruterfolg angewiesen, ist aber wie fast alle Vögel der Agrarlandschaften durch unterschiedliche Faktoren stark bedroht.
Die Rehkitzrettung Brandenburg e.V. führte uns ein in die ihre Verbandstrukturen, erklärte wie Arbeitseinsätze koordiniert werden und ablaufen und nicht zuletzt haben wir viel über das Reh bzw. Rehkitze erfahren und warum die Mahd ein so großes Problem für sie darstellt.
Nach der Mittagspause hörten wir einen Vortrag von Anne Grohmann vom Landesamt für Umwelt bzw. der staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg. Darin wurden Artenporträts zu weiteren stark bedrohten Bodenbrütern gegeben und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu deren Schutz erläutert.
Den Abschluss bildete Tobias Dahms von der Firma Thermal DRONES GmbH, welcher uns insbesondere die technischen Aspekte moderner Drohnentechnik aufzeigte. Er ging auf verschiedene Methoden und deren Vor- und Nachteile ein, besprach Studien zum Einsatz von Drohnen und hatte nicht zuletzt auch Anschauungsmaterial dabei.
Eines der gängigen Drohnenmodelle im Naturschutz, mit Wärmebild und hochauflösender Kamera - Foto: S. Schröder
Ziel der Veranstaltungsreihe ist zum einen die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch verschiedener Akteure, zum anderen sollten Artenkenntnis, technisches Know-How und rechtliche Rahmenbedigungen vermittelt werden.
Die Veranstaltung war inhaltlich ein voller Erfolg. Fast noch wichtiger aber war, dass sich die Teilnehmenden untereinander vernetzen und austauschen konnten. Denn das Thema ist noch recht jung, das Potential und der Andrang ist groß.
