Aktionstag am Trebelberg
Pflegeeinsatz für den Trockenrasen
Auf den Steilhängen des Trebelbergs kamen Freischneider zum Einsatz. - Foto: S. Schröder
Das ehemalige Sandabbaugebiet hat sich zu einem wertvollen Lebensraum mit hoher Artenvielfalt entwickelt. Damit dieses wertvolle Biotop erhalten bleibt, ist eine regelmäßige Pflege notwendig. Deshalb waren wir mit Freischneider, Motorsäge, Harke und Muskelkraft vor Ort.
Die Fläche am Trebelberg ist sandig, nährstoffarm und daher ideal für seltene heimische trockenheitliebende Arten. Damit das so bleibt, wurde das unwegsame Gelände mit Freischneidern gemäht. Im Anschluss wurde das Gras zusammengeharkt und beiseite geschafft. Das ist notwendig, damit nicht Nährstoff e aus den verottenden Pflanzenresten eingetragen werden. Die hier vorkommenden, an magere Standorte Pflanzenarten hätte keine Chance sich gegen stickstoffliebende Arten durchzusetzen.
Die seltenen Pflanzen brauchen viel Licht, so dass die Fläche von aufwachsenden junge Kiefern befreit wurde. Die Kettensäge kam zum Einsatz, um eine umgefallenen Baum zu zerkleinern, der direkt auf dem Standort der seltenen Violetten Schwarzwurzel lag. Der zerkleinerte Baum wurde im Anschluss zu einem Totholzhaufen aufgeschichtet, der nun viele Kleintiere als Versteckmöglichkeiten dient.
Vor und nach der Arbeit gab es spannende Fakten zum Gebiet: wie die Fläche entstand, wie sie in der Vergangenheit genutzt wurde und wie der jetzige Status als Schutzgebiet ist. Beispielhaft für die reiche Pflanzenvielfalt wurden seltene Arten wie Sand-Strohblume, Ohrlöffel-Leimkraut und Graue Skabiose vorgestellt. Aber auch seltene Tiere wie die Blauflügelige Ödlandschrecke kommen hier vor.
Aktionstage wie dieser am Trebelberg finden an vielen Orten in Brandenburg statt, meist zum Ende des Frühlings oder im Herbst. Hier bietet sich eine ideale Möglichkeit gemeinsam mit Gleichgesinnten selbst aktiv für den Natur- und Artenschutz aktiv zu werden. Man benötigt keine Vorkenntnisse, bewegt sich an der frischen Luft und tut Gutes. Erkundige dich bei deiner regionalen NABU-Gruppe - bestimmt bietet auch sie Exkursionen, Vorträge oder Arbeitseinsätze an.
