Kleine Helden der Gewässer
Exkursion mit Jörg Schönfelder
Unsere Besucher mit emensen Forscherdrang untersuchen ihre Funde - Foto: F. Stuckart
Bei der Veranstaltung haben wir gemeinsam mit Jörg Schönfelder und Rusalka Gallinat vom Landesamt für Umwelt, den Mitarbeitenden Henriette Subklew und Maja Wittmann vom Besucherzentrum Naturpark Märkische Schweiz, Teilnehmenden des FLOW-Projekts sowie 12 weiteren interessierten Teilnehmenden unsere Veranstaltung mehr als erfolgreich durchgeführt. Wir hatten spannende Einsichten in die Gewässerökologie Brandenburgs, insbesondere natürlich in die des Stobbers als relativ naturnahen Bach. In ihm fanden wir über 30 Arten des Makrozoobenthos aus Mollusken, Würmern, Eintags- und Köcherfliegen sowie Krebstieren. Fleißig wurde gesammelt, sortiert, unter Mikroskopen beobachtet und bestimmt. Die Auswertung dauert noch an.
Einig waren sich die Teilnehmenden und Referierenden, dass es in Zukunft gemeinsame Folgeveranstaltungen zur Thematik geben sollte. Die gelungene Kooperation zwischen LfU, dem Naturpark Märkische Schweiz sowie dem NABU Brandenburg ist an dieser Stelle besonders hervorzuheben.
Was haben wir gelernt?
Über das Insektensterben wissen mittlerweile die meisten Menschen bescheid. Allerdings denkt dabei kaum jemand an die Tiere in unseren Gewässern. Diese leiden in gleichem Ausmaß an den Folgen der Umweltzerstörung und -verschmutzung wie ihre Artgenossen auf dem Land und in der Luft.
Brandenburg als wasserreiches (viele Seen und Fließgewässer) und gleichzeitig wasserarmes Bundesland (wenig Niederschlag, sandige Böden, sinkende Grundwasserspiegel) ist hier besonders betroffen. Der Schutz der Gewässer muss ganz oben auf der Prioritätenliste stehen, um zukünftig ausreichendes und qualitativ hochwertiges Wasser zur Verfügung zu haben. Wie gut oder wie schlecht wir darin sind, können wir sehr gut am Makrozoobenthos ablesen. Es ist ein starker Indikator für die Gesundheit von Ökosystemen.
