Bernauer Wald retten
NABU und Bürgerschaft wehren sich gegen Abholzung
Worum geht es?
Im September 2024 hat die Stadtverordnetenversammlung (SVV) Bernau beschlossen, ein rund sechs Hektar großes Waldstück im Naturpark Barnim an der Wandlitzer Chaussee in ein Gewerbegebiet umzuwandeln. Dieser Beschluss bedroht einen gewachsenen, ökologisch wertvollen Mischwald unmittelbar vor den Toren der Stadt. Er erfüllt wichtige Funktionen für das Stadtklima, die Artenvielfalt und die Lebensqualität – und soll dennoch gerodet werden.
Für viele Bernauerinnen und Bernauer steht diese Entscheidung exemplarisch für einen Umgang mit Naturflächen, der Klima-, Umwelt-, Gesundheits- und Lärmschutz nicht ausreichend berücksichtigt. Um die geplante Waldrodung zu verhindern und den Wald langfristig zu sichern, hat sich Ende 2024 die Bürgerinitiative "BernauerWaldRetten" gegründet. Der NABU Brandenburg unterstützt das Anliegen, diesen Wald zu erhalten und setzt sich gemeinsam mit der Bürgerschaft für seinen Schutz ein.
Gemeinsam gegen die geplante Waldrodung
„BernauerWaldRetten“ bündelt seit Ende 2024 das Engagement vieler Menschen aus Bernau und der Region. Neben einer Petition mit über 1.000 Unterschriften gegen die Waldrodung und der Anhörung in der Stadtverordnetenversammlung, wird der drohende Verlust des Waldes auch öffentlich und medial sichtbar.
Mit einer Menschenkette rund um das betroffene Waldgebiet, einem Lampionumzug sowie mehreren öffentlichen Versammlungen und Informationsveranstaltungen hat die Initiative gezeigt, wie groß die Sorge und der Widerstand in der Bevölkerung sind.
Der NABU Brandenburg sieht die Rodung dieses Waldes kritisch – nicht nur wegen der unmittelbaren ökologischen Folgen, sondern auch mit Blick auf den zunehmenden Druck auf ungenutzte Naturflächen insgesamt. Gerade in Zeiten von Klimakrise, Artensterben und zunehmenden Extremwetterereignissen braucht es den Schutz vorhandener, funktionierender Ökosysteme.
Rettet den Bernauer Wald!
Der Bernauer Wald ist in Gefahr und braucht jetzt deine Unterstützung. Hilf den engagierten Menschen vor Ort mit einer Spende, dieses wertvolle Naturparadies vor der Zerstörung zu retten.
Die Spenden fließen direkt in folgende Bereiche:
- Rechtliche Beratung und Unterstützung: Finanzierung von juristischer Expertise, um die geplante Rodung des Waldes auf rechtlichem Wege zu verhindern und nachhaltig einen unantastbaren und schutzwürdigen Status zu erlangen.
- Bezahlung von Gutachtern: Um sicherzustellen, dass einzelne Einschätzungennicht interessengeleitet getroffen werden, bedarf es mehrerer Gutachten, die Flora,Fauna und Klimaschutz fokussieren.
- Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung: Finanzierung der Auslagen für die Erstellung von Informationsmaterialien (Flyer, Plakate, Banner) und Organisation von Veranstaltungen und Aktionen, um das Bewusstsein für die Bedeutung des Waldeszu stärken.
Um diesen Wald geht es:
Bei dem betroffenen Wald handelt es sich um einen natürlich gewachsenen Mischwald mit rund 5.000 Bäumen. Viele der Bäume sind 60 bis 70 Jahre alt, einzelne Exemplare sogar etwa 120 Jahre. Erste Erfassungen weisen bereits auf einen hohen Artenreichtum hin: Über 30 Gehölzarten und mehr als 20 Vogelarten wurden dokumentiert.
Trotz der Belastungen durch mehrere Dürrejahre zeigt der Wald eine bemerkenswerte Vitalität. Er trägt zur Grundwasserneubildung bei und erfüllt als Schadstofffilter und Kohlenstoffspeicher zentrale ökologische Funktionen für Bernau und Umgebung. Zudem mindert er Lärm und ist gleichzeitig Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und ein wichtiger Erholungsraum für die Bevölkerung.
Dieser Wald ist weder kurzfristig noch langfristig ersetzbar. Sein Schutz ist ein aktiver Beitrag zur Klimaresilienz, Artenvielfalt und Lebensqualität in Bernau.
