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Seggenrohrsänger und Auenwiesen
E+E-Vorhaben Seggenrohrsänger und Auenwiesen
Flächenmanagement soll bedrohten Arten im Unteren Odertal helfen
Ein Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie durch Mittel der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg und des Landesumweltamtes Brandenburg. Projektträger ist der NABU Landesverband Brandenburg.
Auenwiesen im Odertal
Der Seggenrohrsänger, noch Anfang des 20. Jahrhunderts ein häufiger Vogel der Niedermoore, ist heute in Deutschland akut vom Aussterben bedroht. Zugleich ist er eine Leitart für intakte Feuchtwiesen auf Niedermoor und in Flussauen, die viele weitere gefährdete Vogelarten und Pflanzengesellschaften beherbergen. Eine entscheidende Voraussetzung für ihren erfolgreichen Schutz ist ein besseres Zusammenspiel mit der Landwirtschaft.
Um neuartige Schutzmaßnahmen für diese Lebensräume zu verwirklichen führt der NABU Brandenburg ein Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E) mit dem Titel „Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen des global bedrohten Seggenrohrsängers durch neue Wege im Management von Feuchtgrünland am Beispiel des Nationalparks Unteres Odertal“ durch.
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Faltblatt: Arten- und Biotopschutz auf Auwiesen
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Flyer: Conserving Species and Habitats on Floodplain Meadows
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Seggenrohrsängerschutz ist international
Europäische Nachbarländer ebenfalls in Schutzprojekten aktiv
16. Januar 2012 -
Im 20. Jahrhundert ist der Seggenrohrsänger aus dem größten Teil seines mitteleuropäischen Verbreitungsgebiets verschwunden und die Populationen in den verbliebenen Brutgebieten haben sich drastisch reduziert. Aktuell sind alle Populationen am Rand des verbliebenen Areals in Deutschland, Westpolen, dem Baltikum und Ungarn akut vom (lokalen) Aussterben bedroht.
Seit 2005 wurden aufgrund neuer Untersuchungen zu Lebensraumansprüchen mehrere Projekte zum Management von insgesamt 19 Brutgebieten begonnen, um die wichtigsten Vorkommen dauerhaft zu erhalten. Diese Projekte haben zusammen ein Volumen von 11.9 Millionen Euro v. a. aus Mitteln der EU und der Mitgliedsstaaten. Initiatoren und Träger sind aber weitgehend Nichtregierungsorganisationen. Schwerpunkt der Projekte sind der Schutz der Bruten vor der Mahd und eine gezielte Habitatverbesserung mit Entwicklung von geeigneter Mähtechnik und an die Bedürfnisse der Art angepassten Agrarumweltmaßnahmen in bestehenden Brutgebieten. Im Biebrza-Nationalpark wurde auf annähernd 2300 ha Fläche die teilweise weit fortgeschrittene Verbuschung rückgängig gemacht und so das größte Einzelvorkommen in der EU von 2000-3000 Männchen stabil gehalten. Auch das aktuell größte Vorkommen in Westpommern im Rozwarowo-Moor wurde stabilisiert. Dazu trägt auch ein neuartiges Agrarumweltprogramm bei. In das ehemalige Brutgebiet im vorpommerschen Peenetal kehrten nach Schilfmahd bereits andere bedrohte Wiesenbrüter zurück.
Aktuell laufende Projekte sollen die Finanzierung des Managements in Ostpolen durch die Vermarktung der Biomasse als Brennstoff sicherstellen und die Vorkommen in Litauen durch geeignetes Management vor dem Erlöschen bewahren. Zukünftige Projekte werden vorrangig zur (Wieder)Herstellung von ehemals besiedelten und von potentiell geeigneten neuen Brutgebieten dienen.
Projekt
LIFE Aquatic Warbler
Träger
OTOP/ BirdLife Polen, Biebrza NP
Zeitraum
2005-2011
Förderprogramm und Umfang
EU LIFE, 5,4 Mio. €
Projekt
E+E Seggenrohrsänger
Träger
NABU Brandenburg
Zeitraum
2009-2014
Förderprogramm und Umfang
BFN E+E-Vorhaben, 0,7 Mio. €
Projekt
Biomass use for Aquatic Warbler
Träger
OTOP/ BirdLife Polen
Zeitraum
2010 - 2014
Förderprogramm und Umfang
EU LIFE+, 3,7 Mio. €
Projekt
Baltic Aquatic Warbler
Träger
Baltic Environmental Forum BEF
Zeitraum
2010 - 2015
Förderprogramm und Umfang
EU LIFE+, 2,1 Mio. €
Vorstudie zum E+E Vorhaben abgeschlossen
Projekt für Seggenrohrsänger & Co. geplant

Im Nationalpark Unteres Odertal befinden sich der letzte deutsche Brutplatz des Seggenrohrsängers und das größte Brutvorkommen des Wachtelkönigs in Deutschland sowie wichtige Vorkommen des FFH-Lebensraumes Brenndolden-Auenwiesen. Jetzt liegt der Bericht zur Vorstudie für ein groß angelegtes Naturschutzprojekt vor.
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