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Alleenschutz
Alleenschützer verzichten auf Volksbegehren
Abkehr von Alleenkonzeption des Landes wird begrüßt

Die Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen hat beschlossen, auf ein Volksbegehren zu verzichten, was nach der Ablehnung der Volksinitiative möglich gewesen wäre. Als Erfolg verbucht die Initiative allerdings, dass inzwischen wieder mehr Bäume nachgepflanzt werden.
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Alleen in Brandenburg
Grüne Lebensadern in Gefahr
Mindestens 8.000 Kilometer Alleen durchziehen Brandenburg.
Brandenburg ist Alleenland. Mindestens 8.000 Kilometer Alleen durchziehen das Land, geben ihm Gesicht, vermitteln Heimatgefühl, verbessern die Luft und bieten Lebensraum für gefährdete Tierarten. Seit 1998 kümmert sich der NABU intensiv um den Alleenschutz. Damals sollten auf Betreiben der Verkehrsbehörden Tausende Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Ein Aufschrei der Empörung, der quer durch die Bevölkerung ging, hat dieses Vorhaben gestoppt.
Aktion der Alleenschutzgemeinschaft
Doch die Alleen sind weiter gefährdet. Durch Tausalz, unsachgemäße Baumschnittmaßnahmen, Wurzelbeschädigungen bei Baumaßnehmen und anderes sind viele Bäume in einem sehr schlechten Zustand. Es ist absehbar, dass eine zunehmend größere Zahl von Alleebäumen gefällt werden muss. Die Zukunft unserer Alleen hängt deshalb davon ab, ob es gelingt, neue Bäume in ausreichender Zahl nachzupflanzen. Das Land ist laut Naturschutzgesetz verpflichtet, gefällte Bäume nachzupflanzen – trotzdem hat sich in den vergangenen Jahren ein Pflanzdefizit von mehreren tausend Bäumen aufgebaut.
Forderungen des NABU für einen wirksamen Schutz der Alleen sind:
- Der Tausalzeinsatz muss stark reduziert werden. Salz ist ein wirksames Pflanzengift. Nur bei besonderen Glatteissituationen ist die Anwendung von Tausalz in Alleen akzeptabel.
- Baumpflege- und Pflanzmaßnahmen dürfen nur von qualifizierten Firmen und nach den geltenden fachlichen Reglungen durchgeführt werden. Das muss von den zuständigen Behörden kontrolliert werden.
- Beim Straßenausbau in Alleen soll die vorhandene Straßenbreite beibehalten werden, um den Baumbestand zu schonen.
- Es müssen zukünftig mehr Alleebäume gepflanzt als gefällt werden. Nachpflanzungen sollen an schwach befahrenen Straßen auch in geringerem Abstand als den jetzt geltenden 4,50 Metern möglich sein.
- Um die Finanzierung der Nachpflanzungen zu gewährleisten, soll – wie in Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich gehandhabt – ein Alleenfonds eingerichtet werden, in den die Straßenbaulastträger je nach der Zahl gefällter Bäume Ausgleichsmittel einzahlen.
- Zusätzlich sollten Baumpflanzungen, die im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen werden, vermehrt in Alleen durchgeführt werden.
Der NABU Brandenburg ist Gründungsmitglied der Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen, einem lockeren Bündnis von Einzelpersonen, Verkehrs- und Umweltvereinen, die sich gemeinsam für den Schutz unserer Alleen einsetzen.
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Hintergrundpapier: Gefährdung der Alleen in Brandenburg
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Positionspapier zur Finanzierung von Alleen-Nachpflanzungen
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